Onlinehandel im Klimaschussfeld

Der Onlinehandel hat 2019 klimapolitisch einen schweren Stand. “Zu Unrecht” sagen wir – “Zu Recht” sagen andere. Tatsache ist, dass Urteile medial mit wenig Wissen oder Interesse an den Fakten schnell gefällt werden. Differenzierte Betrachtung ist out. Umso mehr muss sich unsere Branche anstrengen, die ökologischen Aspekte des Onlinehandels sichtbar zu machen, bestehende Defizite anzugehen und Ideen umzusetzen, welche

  • zu weniger oder intelligenterem Verkehr führen
  • weniger Verpackungs- und Füllmaterial verbrauchen
  • den Konsumenten aufklären und sensibilisieren
  • das ökologische Konsumentenverhalten belohnen
  • und mit ökologische Prozessoptimierungen zu ökonomischem Erfolg verhelfen

PostLogistics erfindet sich neu 

Seit der Inbetriebnahme der Paketzentren im Jahr 1999 hat sich an den Versandprozessen der Paketpost nicht mehr viel geändert. Seit 2018 scheint vieles anders. Neue dezentrale Zentren werden aus dem Boden gestampft, das Preismodell weist ab 2020 volumenabhängige (dm3/kg) Komponenten aus und Pakete werden fast täglich schneller. Was stecken für Überlegungen dahinter? Dieter Bambauer, Konzernleitungsmitglied und Leiter PostLogistics informiert uns aus erster Hand.

Die Luft muss aus dem Paket – das neue Lager ist klimaneutral

Immer wieder verblüfft das “letzte” eigentümergeführte Top 3 Unternehmen des Schweizer Onlinehandels mit Innovationen im Logistikprozess.
Aktuell baut Brack.ch AG ein weiteres Lager, um das Wachstum stemmen zu können. Dieses neue Lager wird klimaneutral betrieben.
Roland Brack zählt unter den Onlinehändlern zu den akribischen Prozessoptimierern und stellt gleichzeitig die Ökologie über fast alles. Er lässt uns an seinen Erkenntnissen und Überzeugungen teilhaben – Inspiration für jeden Onlinehändler ob gross oder klein.

Wachsender Versandhandel führt zu mehr Verkehr!?

Eine Studie im Auftrag des UVEK soll es aufzeigen: Führt der boomende Versandhandel wirklich zu mehr Verkehr und verstopften Strassen? Während rund 2 Jahre haben Experten aus Verkehr, Stadtplanung, Postdienstleistern und Handel über Modelle diskutiert, Zahlen ausgewertet und gewichtet wie auch die Konsumentengewohnheiten mittels Befragung analysiert. Am 26. September 2019 präsentieren Ihnen die Studienautoren das Resultat präsentiert!

Cradle to Cradle und Augmented Reality (AR)

Kaufen Konsumenten wirklich im Sinne der Kreislaufwirtschaft und wann wird Augmented Reality Wirklichkeit? Möbel Pfister mit Paul Holaschke zieht alle Register. Doch wie reagiert der Kunde? Spricht er auf die neuen “klimaneutralen” Produkte an und nutzt er die digitalen Errungenschaften für seinen konsequenten Onlineeinkauf aus? Welche Konsequenzen wird dies auf die stationäre Fläche haben?

Wie smart ist das denn? Die Güterverkehrsstrategie der Stadt Zürich

Smart City – ein Buzz Word… meint man. Wenn man sich mit den Verantwortlichen für Raum- und Stadtplanung trifft und unterhält, kehrt man mit viel Respekt und Erstaunen aus dem Treffen zurück und fragt sich: Wie würde ich die Problemstellung angehen, wenn mit gegebener Infrastruktur 300’000 zusätzliche Bürger verkehrstechnisch zufriedengestellt werden müssen. Birgit Helwigs weitsichtige Einblicke in das Güterverkehrs- und Logistikkonzept 2020 der Stadt Zürich dürfte auch bei Ihnen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Materielle Belohnung oder psychologische Kniffe?

Was wirkt beim Konsumenten besser: grünes Geld oder schlechtes Gewissen?
Thierry Kneissler, Vater von Twint, und David French, Gründer von My Drop in the Ocean lancieren die grüne Belohnungswährung My:Dio. Ein paar Onlinehändler beteiligen sich in einem frühen Stadium.

Oder ist es einfach eine Frage der psychologischen Tricks und Kniffs?
Thilo Pfrang von behamics hat schon mit psychologischer Raffinesse Retouren bei Textilhändlern reduziert. Wie empfiehlt er, das Thema “klimafreundlich” bzw. “ökologisch” für den Onlinehandel zu nutzen?

Kompensieren oder einsparen?

Kompensieren und einsparen meint die Foundation myclimate. Das Eine geht nicht ohne das Andere. myclimate zeigt auf, warum es wichtig ist, selber den ersten Schritt machen und erst dann alle anderen überzeugen zu können. Fangen Sie bei sich als Vorbild an, die Konsumenten werden Ihnen folgen.

Eine Maschine die CO2 vernichtet

Was wäre, wenn es eine solche Maschine gäbe? Gibt es. Aus der Schweiz. Und sie vernichtet nicht nur, sie verwendet das “gewonnene” CO2 gleich wieder weiter. Eine unglaubliche, aber sehr logische Geschichte über das Unternehmen Climeworks von Christoph Beuttler – Carbon Dioxid Removal Manger. Und ja, es hat indirekt auch etwas mit Online-Handel zu tun!